Wir feiern in diesem Jahr unser 50-Jahr-Jubiläum und sind stolz darauf, dass wir sechs Brüder aus der Gründerzeit ehren können. Ihnen verdanken wir unsere heutige Existenz. Im Jahr 1974 entschieden sich 39 Mitglieder der Odd Fellows Langenthal in eine neu zu gründende Loge nach Solothurn zu wechseln Im besten Einvernehmen wurde die Loge der Odd Fellows in Solothurn am 1. März 1975.
Am Abend fand im Landhaussaal in Solothurn mit 248 Gästen, Behördenvertretern und Freunden aus anderen Organisationen eine gediegene Feier statt. Wir durften damals Spenden an den Verein für cerebral gelähmte Kinder und an die Altersfürsorge der Stadt Solothurn übergeben. Unser erster Logensitz wurde im Schlösschen Vorderbleichenberg bezogen.
Vom Schlösschen zum neuen Logenheim
Nach grosser Vorarbeit der Eigenheimkommission konnte von einem Bruder die Fremdarbeiterunterkunft an der Ischernstrasse in Zuchwil erworben werden. Gemeinsam mit der Freimaurerloge Prometheus wurde eine Aktiengesellschaft mit Beteiligung zu gleichen Teilen gegründet. Nach grosser Fronarbeit durch die Brüder beider Logen und deren Frauen konnten wir am 8. April 1978, nach knapp einjähriger Renovationsarbeit, unsere Hallenweihe durchführen.
Anlässlich der 25-Jahr-Feier konnten 96 Brüder mit Partnerinnen und Freunden konnten 96 Brüder mit Partnerinnen und Freunden der Organisation INVA Mobil ein speziell umgebautes Fahrzeug übergeben, das für den Fahrdienst von vorübergehend oder dauerhaft mobilitätsbehinderten Personen jeden Alters bestimmt war.
Während vieler Jahre wurde das Logenheim genutzt, unterhalten und wertgeschätzt. Im Laufe der Jahre und durch das Älterwerden unserer Brüder wurden die schmalen Treppen und der Fluchtweg bei Anlässen ein Problem. Unter diesen Bedingungen konnten langjährige Mitglieder nicht mehr am Logenleben teilnehmen.
In der Folge haben wir nach neuen Lösungen gesucht und wurden an der Gewerbestrasse 2 in Zuchwil fündig, wo wir das zweite Obergeschoss im Stockwerkeigentum erwerben konnten. Nach der Planung des neuen Logenheims und der Realisierung des Umbaus mit vielen Eigenleistungen konnten wir die Adventsfeier 2018 am neuen Standort als ersten Anlass durchführen. Die offizielle Hallenweihe folgte dann im Januar 2019.
Zukunft im Zeichen der Gemeinschaft
Das neue Logenheim erlaubt uns, grössere Anlässe durchzuführen und auch gehbehinderte Personen zu empfangen. Auch die Küche wurde aufgewertet, denn wir ein langjähriges Küchenteam haben, das uns regelmässig und durch das ganze Jahr wunderbar verpflegt. Im Gegensatz zum alten Logenheim, in dem die Verpflegung durch ein Catering sichergestellt wurde.
Das Logenleben hat durch den Standortwechsel eine neue Qualität erhalten. Extern durchgeführte Anlässe können nun im Haus durchgeführt werden und die bestehende, grosszügige Infrastruktur mit Refektorium, Sitzungszimmer, Küche, Vorratsraum und Toiletten für Damen und Herren auf einer Etage kann von Brüdern bei Bedarf auch ausserhalb der Logenaktivitäten genutzt werden.
Was macht unsere Loge attraktiv?
Wir führen monatlich zwei rituelle Sitzungen durch und bemühen uns, diese gehaltvoll und attraktiv zu organisieren. Im Weiteren pflegen wir uns monatlich einmal zu einer freien Zusammenkunft zu treffen, an welche auch unsere Frauen eingeladen sind. Wir besichtigen „interessante Orte, nehmen an Führungen teil, besuchen Kunstausstellungen, Schnitzelbankabende oder Musikkonzerte. Einfach für jeden Geschmack etwas.
Der vor kurzen eingeführten OF-Männertreff findet in regelmässigen Abständen statt. Es sind meistens extern durchgeführte Anlässe mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten, immer jedoch mit dem Ziel, den gemeinsamen Austausch in lockerer Atmosphäre unter Brüdern und Freunden zu pflegen und sich in geselliger Runde besser kennenzulernen.
Ebenfalls werden Wanderungen unternommen, Ausflüge organisiert, die meistens in kleineren oder grösseren Gruppen – mit oder ohne Frauen – stattfinden.
Am letzten Freitag des Monats findet ein Mittagessen statt, an welchem Brüder mit Frauen sowie Witwen und Freunden sich in ungezwungener Weise treffen.
Das sind wir Odd Fellows, so, wie wir uns unser Odd-Fellowtum eben wünschen.