Wer sich verirrt, hat den falschen Weg genommen. Schaut man genauer hin, beginnt reflektierte Einsicht jedoch oft genau dort, wo Orientierung versagt. Holzwege, Irrwege, Umwege markieren nicht das Scheitern, sondern eine produktive Denkzone. Gehen wir also ins Unterholz des Denkens – dorthin, wo Gewissheiten brüchig werden, Zweifel Raum gewinnen und Umdenken möglich wird.
Autor:Uwe Guntern
Das Unterholz beginnt dort, wo der Überblick endet. Wo Karten nicht mehr greifen, wo Markierungen fehlen oder sich widersprechen. Es ist der Ort, an dem Denken nicht mehr geführt wird, sondern tastet. Foto: BILDOGRAPHIE.SWISS/rs
Restricted Content Message
Dies sind Inhalte nur für Mitglieder
Melden Sie sich jetzt an oder werden Sie Mitglied, um diese Seite anzuzeigen.
Ein kleiner Bissen genügte: Als der Erzähler in Marcel Prousts Roman «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» eine Madeleine in Tee taucht und kostet, überrollt ihn plötzlich eine Flut von Erinnerungen...
Wenn wir dem Begriff «Erinnerung» begegnen, dann denken wir wohl zuerst an emotionale Erlebnisse, erfreulicher und auch weniger erfreulicher Natur, die aus der Vergangenheit ins Bewusstsein gerufen...