Martin Heideggers Verständnis von Zeit gehört zu den zentralen Pfeilern seines philosophischen Denkens. In «Sein und Zeit» entfaltet er die Vorstellung, dass menschliches Dasein erst durch Zeitlichkeit – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – verstehbar wird. Der Mensch ist in die Welt „hineingeworfen“, plant seine Zukunft und steht in der Gegenwart unter der steten Sorge um sein Sein.
Autor:Fabio Dal Molin
Martin Heidegger. Aufnahme aus den 1920er Jahren, in denen er am Hauptwerk seiner frühen Philosophie «Sein und Zeit» arbeitete. Es gehört zu den Jahrhundertwerken der Philosophie im 20. Jahrhundert. Foto: gemeinfrei
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Ein kleiner Bissen genügte: Als der Erzähler in Marcel Prousts Roman «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» eine Madeleine in Tee taucht und kostet, überrollt ihn plötzlich eine Flut von Erinnerungen...
Wenn wir dem Begriff «Erinnerung» begegnen, dann denken wir wohl zuerst an emotionale Erlebnisse, erfreulicher und auch weniger erfreulicher Natur, die aus der Vergangenheit ins Bewusstsein gerufen...