Das philosophische Verstehen der Musik muss vom Sinn ausgehen. Immanuel Kant sieht in der Musik ein blosses Spiel mit Empfindungen, das aber allen anderen Künsten untergeordnet bleibt. Bei der Musik gibt es Zeichen, die sich aber nicht analog zur Sprache analysieren lassen. Dennoch hat Musik stets einen Zeitbezug, den sie als autonomer Kommunikationszusammenhang wahrnimmt. Durch ihre Fähigkeit den Zusammenhang mit der Zeit unterschiedlich auszudrücken wird die Musik zu einem Machtfaktor, den vor allem totalitäre Staaten ernst nehmen und fürchten. Damit wollen wir uns nachstehend befassen.
Autor:Fabio Dal Molin
Die gewaltige Kraft der Musik wurde im zwanzigsten Jahrhundert von den totalitären Staaten Europas entdeckt. Foto: leistungsfotografie.ch//ma
Restricted Content Message
Dies sind Inhalte nur für Mitglieder
Melden Sie sich jetzt an oder werden Sie Mitglied, um diese Seite anzuzeigen.
Ein kleiner Bissen genügte: Als der Erzähler in Marcel Prousts Roman «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» eine Madeleine in Tee taucht und kostet, überrollt ihn plötzlich eine Flut von Erinnerungen...
Wenn wir dem Begriff «Erinnerung» begegnen, dann denken wir wohl zuerst an emotionale Erlebnisse, erfreulicher und auch weniger erfreulicher Natur, die aus der Vergangenheit ins Bewusstsein gerufen...