Die Reise, die uns durch die Odd Fellows ermöglicht wurde, war ein einzigartiges und lehrreiches Erlebnis und Abenteuer. Die Tage waren gefüllt mit neuen und faszinierenden Themen und wir lernten in jedem Augenblick etwas Neues, sei es durch Gespräche mit den Delegierten oder durch das von den Leitern so sorgfältig gestaltete Programm. Wir sind den Odd Fellows äusserst dankbar, dass sie uns diese einzigartige Erfahrung ermöglicht, haben
Getrockneter Lava und die Kontinentalplattengrenze
Nach der Anreise am Vortag und dem Kennenlernen der anderen Delegates, ging es am ersten offiziellen Tag der Reise los, um Island zu erkunden. Als erstes fuhren wir mit unserem Tourbus zu dem Ort, wo die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinandertreffen. Als nächstes fuhren wir in der Nähe eines alten Leuchtturms an die Küste. Unsere nächste Destination war ein Geothermalgebiet bei dem Schwefel aus dem Boden austritt und das Wasser zum Kochen bringt. Das ist zwar beeindruckend zu sehen, doch wer eine empfindliche Nase hat, sollte lieber durch den Mund einatmen. Zum Schluss konnten wir ein bis zwei Jahre alte Lava betrachten und aus der Ferne sogar den aktiven Vulkan sehen.
Der «Golden Circle»
Am Sonntag verbrachten wir den ganzen Tag im sogenannten «Golden Circle» von Island. Das ist wohl die bekannteste Besichtigungs-Route auf der Insel. Sie beinhaltet den «Thingvellir» National Park, ein UNESCO-Welterbe, in dem sich auch das vermutlich älteste Parlament der Welt, «Althing», befindet, welches heute noch als Steinformation sichtbar ist. Ausserdem bewegen sich in diesem Park zwei tektonische Platten voneinander weg, was diesem Ort nicht nur eine politische, sondern auch eine geografische Bedeutung verleiht. Die Geysire sind auch Teil des «Golden Circle», wo Islands natürliche geothermische Energie an die Oberfläche tritt. Durch ihre regelmässigen Ausbrüche regulieren die Geysire den Druck unter Islands Boden und sind somit ein wichtiger Bestandteil des unterirdischen Gleichgewichts-Systems. Die beeindruckende Energienutzung Islands konnten wir auch auf der Tomatenfarm beobachten, wo sie diese geothermische Energie zum nachhaltigen Heizen der Plantage nutzen. Dort durften wir uns zwischen dem vielen Reisen noch mit einer köstlichen, isländischen Tomatensuppe stärken.
Geothermie-Anlage und Grand Lodge of Iceland
Während der Busfahrten lernten wir viele Fakten über Island, zum Beispiel über die Wichtigkeit der Fischereiwirtschaft in dem Land und über die innovativen Arten der Isländerinnen und Isländer, gefangene Fische möglichst nachhaltig zu verwerten. Wegen Ausfall des Tourguides sprang die isländische Leiterin Åsa als Tourleiterin ein. Bei der Geothermie-Ausstellung in Hellisheiði hörten wir uns einen Vortrag über die Geothermie auf Island an. Danach erkundeten wir die Ausstellung. Dabei erfuhren wir mithilfe anschaulicher Modelle, wie die geothermische Energie produziert wird. Das SDG 12 (Verantwortungsvoller Konsum und Produktion) wurde uns Delegates mittels des Besuchs in der Geothermie-Anlage besonders bezüglich Island nähergebracht. Die Odd Fellows konnten wir ebenfalls genauer kennenlernen, da wir herzlich zum Mittag von der Gross-Loge in Island eingeladen wurden. Nach dem gemeinsamen Essen wurden wir durch das Gebäude geführt und über ihre Werte informiert.
Letzter Tag in Island
Wir begannen den Tag mit einem Frühstück in Keilir, bevor wir zur berühmten Blauen Lagune aufbrachen. Das gemeinsame Entspannen in den warmen geothermischen Gewässern war nicht nur sehr angenehm, sondern zeigte uns auch, wie natürliche Ressourcen für Gesundheit und Tourismus genutzt werden können. Nach dem Mittagessen bereiteten wir Snacks für unsere lange Reise vor. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Keflavík. Unser Flug nach Newark dauerte etwa sechs Stunden. Von dort aus erlebten wir die Herausforderung, als Gruppe mit Zug und U-Bahn durch New York zu navigieren, bis wir schliesslich unser Hotel, das «New Yorker», erreichten. Nach dem Einchecken gingen diejenigen, die noch hungrig waren, da es schon spät am Abend war, in kleinen Gruppen hinaus zum Abendessen. Der Tag lehrte uns, wie wichtig Teamarbeit, gute Planung und eine positive Haltung beim Reisen über Kontinente hinweg sind.
Erster Tag in New York City
Unser erster Tag in New York City begann mit einer Vielzahl von neuen Eindrücken. Am Vormittag erkundeten wir gemeinsam einige beeindruckende und bewegende Sehenswürdigkeiten, darunter die High Line und das 9/11 Memorial.
Am Nachmittag hatten wir das besondere Privileg, die norwegische Mission der UNO zu besuchen und eine äusserst spannende und informative Präsentation von zwei jungen Frauen zu erleben. Die beiden gehören zur norwegischen Luftwaffe und absolvieren derzeit eine Ausbildung für höhere Führungspositionen. Im Rahmen dieser Ausbildung arbeiten sie mehrere Monate in New York City und gaben uns einen faszinierenden Einblick in ihre Erfahrungen und Perspektiven.
Nach dem aufschlussreichen Besuch bei der norwegischen Mission haben wir anschliessend die schweizerische Mission besucht. Das Ziel der Mission ist es sowohl nachhaltige Entwicklung als auch Menschenrechte zu fördern. Ausserdem haben wir erfahren, dass die Schweiz in den Jahren 2023 und 2024 zum ersten Mal Mitglied des UNO-Sicherheitsrats wurde. Da unglücklicherweise zu dieser Zeit viele Kriege und Krisen sich ereigneten, engagiert sich die schweizerische Mission unter anderem für den Schutz der Zivilbevölkerung sowie für einen nachhaltigen Frieden. Es war eine einmalige und grossartige Möglichkeit sich mit der Diplomatin Jasna Lazarevic auszutauschen. Wir sind ihr alle sehr dankbar, dass sie sich Zeit für uns genommen und unsere Fragen ausführlich beantwortet hat.Der Hauptsitz der UNO
Der Höhepunkt der Reise war für uns alle der Besuch bei der UNO. Bei unserer Ankunft wurden wir in Gruppen aufgeteilt und erhielten anschliessend eine Führung durch die UNO.
Als roter Faden dienten für uns die siebzehn Ziele für Nachhaltige Entwicklung (auch bekannt unter Agenda 2030). Durch die ganze Reise hindurch haben uns diese Ziele begleitet. Ausserdem haben wir uns mit der UNO-Charta der Menschenrechte vertraut gemacht. Auch das bunte Kunstwerk «The Golden Rule» von Norman Rockwell hat uns alle sehr inspiriert. Der Tag endete mit einer überaus eindrücklichen Broadway Show.
Die Berner Delegierten