Die scheinbar einfache Frage nach unseren wirklichen Bedürfnissen klingt zunächst harmlos. Doch sie reicht tiefer als viele glauben. In einer Welt, in der das Mehr zur Norm erhoben wurde, birgt die Frage nach dem Weniger eine stille Radikalität. Sie stellt nicht nur unser Konsumverhalten infrage, sondern auch unsere Vorstellung vom guten Leben, unsere Abhängigkeit von Status und Dingen, ja sogar unser Selbstbild.
Autor:Uwe Guntern
Ein Moment des Innehaltens und der Reflexion – oder doch nur ein Nachfolgen den Erwartungen der Anderen, nicht mehr als eine weitere Scheinwirklichkeit. Foto: BILDOGRAPHIE.SWISS/jc
Restricted Content Message
Dies sind Inhalte nur für Mitglieder
Melden Sie sich jetzt an oder werden Sie Mitglied, um diese Seite anzuzeigen.
Ein kleiner Bissen genügte: Als der Erzähler in Marcel Prousts Roman «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» eine Madeleine in Tee taucht und kostet, überrollt ihn plötzlich eine Flut von Erinnerungen...
Wenn wir dem Begriff «Erinnerung» begegnen, dann denken wir wohl zuerst an emotionale Erlebnisse, erfreulicher und auch weniger erfreulicher Natur, die aus der Vergangenheit ins Bewusstsein gerufen...